Das begleitete Praxisjahr für IMS-Lernende – mit echten Kundenprojekten bis zur IPA
Nach drei Schuljahren an der Informatikmittelschule entscheidet ein Praxisplatz darüber, ob aus dem Gelernten ein Abschluss wird. Im vierten Jahr sind die Lernenden bei der Alpasana GmbH angestellt, leiten eigene Kundenprojekte, arbeiten mit einem eigenen OpenAI- und einem eigenen Claude-Account und werden von einer erfahrenen Berufsbildnerin begleitet. Zwei Wege durch diese Seite: Lernende und Eltern lesen gleich weiter – Schulen, Kanton und Förderstellen springen direkt zum Modell.
Was die Lernenden im Praxisjahr bei uns erwartet
Ein Arbeitsjahr, das auf dem Fundament der drei Schuljahre aufbaut: echte Kundenprojekte, vereinbarte Termine, dokumentierte Abnahmen – und damit gezielte Vorbereitung auf die praktische Abschlussarbeit (IPA) und den Berufseinstieg.
Echte Projekte, echte Verantwortung
Die Lernenden leiten ihre Projekte selbst: Auftrag klären, planen, umsetzen, liefern – für Auftraggeberinnen und Auftraggeber, die auf das Ergebnis warten. Genau die Rolle, die auch die IPA verlangt.
Ein Praxisjahr, zwei Abschlüsse
Wer die Informatikmittelschule abschliesst, hat zwei Abschlüsse in der Tasche: das EFZ als Informatiker/-in Applikationsentwicklung (den eidgenössischen Lehrabschluss) und die kaufmännische Berufsmaturität – mit prüfungsfreiem Zugang zur Fachhochschule.
Angestellt und begleitet
Die Lernenden sind bei der Alpasana GmbH angestellt, und eine erfahrene Berufsbildnerin begleitet sie durch den Arbeitsalltag – remote-first, aber nie allein gelassen.
Die gleichen Werkzeuge wie im Berufsalltag – ab dem ersten Arbeitstag
Die Lernenden führen ihre Projekte auf unserer eigenen Plattform – mit denselben Methoden, die später auch die IPA verlangt.
- Jedes Projekt nach den sechs IPERKA-Phasen der IPA gegliedert – unten im Detail erklärt
- Arbeitsjournal und Zeiterfassung – jeder Arbeitstag ist dokumentiert
- Kanban-Projektverwaltung – Aufgaben planen, verfolgen, abschliessen
- KI-Nutzungsprotokoll – jeder KI-Einsatz wird festgehalten, wie es die IPA verlangt
- Vier-Augen-Prinzip – jede Arbeit wird von einer zweiten Person getestet
- Beurteilung durch die Berufsbildnerin – die Lernenden wissen jederzeit, wo sie stehen
KI-Fachgespräch-Simulator
Die KI stellt fünf Fragen zur Arbeit der lernenden Person und bewertet jede Antwort mit 0 bis 3 Punkten – inklusive Stärke, Lücke, Tipp und Musterantwort. So übt die lernende Person das Fachgespräch der IPA bei jedem Projekt, nicht erst kurz vor der Prüfung.
So läuft ein Projekt – vom Auftrag bis zur Abnahme
Die Lernenden klären in der Rolle der Projektleitung den Auftrag, dokumentieren ihn sauber und liefern Ergebnisse, die auch Monate später noch nachvollziehbar sind.
Auftrag klären
Die lernende Person klärt Ziel, Umfang, Zeitplan und Abnahmekriterien gemeinsam mit dem Praxispartner.
Umsetzen – remote & KI-gestützt
Die lernende Person arbeitet online auf unserer Plattform – mit Projektverwaltung und Zeiterfassung.
Vier-Augen-Prinzip
Jedes Projekt wird vor dem Abschluss von einer zweiten Person geprüft.
Dokumentation & Abnahme
Die lernende Person dokumentiert das Projekt sauber; zum Schluss bestätigt der Praxispartner die Abnahme mit dem Abnahmedokument.
KI gehört zum Handwerk – von Anfang an, mit klaren Leitplanken
Der kompetente Umgang mit KI ist eine Schlüsselkompetenz für die Schweizer Wirtschaft. Unsere Lernenden vertiefen ihn täglich in echten Projekten – mit eigenen Werkzeugen und klaren Leitplanken.
Eigene KI-Accounts
Jede lernende Person erhält einen eigenen OpenAI-Account und einen eigenen Claude-Account und arbeitet im Projektalltag mit beiden. So zeigt sich, welches Werkzeug wann trägt.
Kurse auf absofort.ch
Die KI-Weiterbildung der Alpasana mit 45 Rollen-Zertifizierungen: Diese Kurse und Zertifikate stehen den Lernenden während des Praxisjahrs offen und bereiten sie gezielt auf das Arbeiten mit KI vor.
Verantwortungsvoll
Datenschutz und Qualität stehen im Zentrum: Unsere Lernenden setzen KI nur mit klaren Leitplanken ein und protokollieren jeden KI-Einsatz; eine zweite Person prüft jedes Projekt. So gewöhnen sie sich von Anfang an daran, wie verantwortungsvolle Arbeit mit KI aussieht.
IPA-Training bei jedem Projekt – nach der IPERKA-Methode
Die IPA – die individuelle praktische Arbeit – ist die praktische Abschlussarbeit im Qualifikationsverfahren. Bei uns steckt ihre Logik in jedem Projekt: Alle Aufträge folgen den sechs IPERKA-Phasen – mit den geforderten Abgaben pro Phase.
Informieren
Auftrag verstehen, Anforderungen klären, Grundlagen erarbeiten.
Planen
Arbeitspakete, Termine und Abnahmekriterien festlegen.
Entscheiden
Lösungsvarianten abwägen und den gewählten Weg begründen.
Realisieren
Umsetzen – remote, KI-gestützt und sauber dokumentiert.
Kontrollieren
Testen nach dem Vier-Augen-Prinzip, Ergebnisse prüfen.
Auswerten
Rückblick, Learnings und Abgaben für die IPA festhalten.
Aus der eigenen Ausbildungspraxis: Schon vor dem Pilot haben wir Lernende durch die IPA begleitet; eine lernende Person erhielt im Anschluss direkt ein Stellenangebot.
Warum das vierte Jahr über den Abschluss entscheidet
Die Informatikmittelschule (IMS) umfasst drei Schuljahre und ein obligatorisches Praxisjahr im vierten Ausbildungsjahr. Für dieses Praxisjahr fehlen vielen qualifizierten Lernenden geeignete Plätze – im Aargau wird der Stellenwert der IMS derzeit bildungspolitisch diskutiert.
Das Problem
Drei erfolgreiche Schuljahre allein führen noch nicht zum Abschluss: Ohne Praxisplatz kein Praxisjahr – und damit kein EFZ, keine Berufsmaturität, kein prüfungsfreier FH-Zugang. Der Engpass liegt nicht bei den Jugendlichen, sondern beim vierten Jahr.
Unsere Lösung
Die Alpasana GmbH stellt IMS-Lernende an; ihre Arbeitszeit teilen sich mehrere Praxispartner – Schulen, soziale Institutionen und KMU. So entsteht ein Ausbildungsplatz, den keine dieser Organisationen allein tragen müsste. Die Lernenden arbeiten begleitet, remote und mit gesicherter Qualität.
Der Mehrwert für alle
Lernende erhalten ihren Abschluss, Praxispartner bezahlbare Digitalisierung – und die Wirtschaft dringend benötigte ICT-Fachkräfte. Jeder gesicherte Praxisplatz stärkt den Standort Aargau.
Die Schweiz braucht ICT-Nachwuchs – ausgebildet, nicht nur gesucht
Verschiedene Ausbildungswege sichern die Zukunft der Schweizer Wirtschaft – die IMS gehört zu den wichtigsten. Der Engpass liegt nicht bei den Jugendlichen: Es fehlen Praxisplätze im vierten Jahr. Genau dort setzt ready4future ICT an.
Quelle der Kennzahlen: Bedarfsprognose 2033, ICT-Berufsbildung Schweiz (publiziert September 2025). Die vollständige Analyse mit Lösungsansätzen: Impulspapier «Das 4. Jahr»
Im Aargau führen die Alte Kantonsschule Aarau und die Kantonsschule Baden die IMS; je nach Jahrgang schliessen 30 bis 60 junge Informatikerinnen und Informatiker ab.
Was der Pilot 2026/2027 bisher zeigt
ready4future ICT schafft zusätzliche Praxisplätze für IMS-Lernende. Das Prinzip ist einfach: Die Alpasana GmbH stellt die Lernenden an. Schulen, Institutionen und KMU bringen echte Aufgaben ein. Eine erfahrene Berufsbildnerin sichert Qualität und Lernerfolg – bis zur Abschlussprüfung.
Phase 1 – Pilot im Kanton Aargau
Ausbau auf 4 Ausbildungsplätze mit 8–16 Praxispartner-Abos. Woran wir den Erfolg messen: bestandene Abschlussprüfungen, dokumentierte Kundenprojekte, zufriedene Praxispartner – und Lernende, die nach dem Jahr eine Stelle haben.
Phase 2 – Evaluation & Modellbeschreibung
Danach dokumentieren wir, was funktioniert hat – damit andere Kantone und Schulen das Modell übernehmen können. Schweizweit gibt es 14 Informatikmittelschulen; das Remote-Modell ist standortunabhängig. Sie möchten den Ausbau unterstützen? Förderpartner werden.
Publikationen der Alpasana GmbH
Praxisnahes Wissen zum Umgang mit KI in Beruf, Schule und Familie.


Ein Programm der Alpasana GmbH, Safenwil
Zwei Wege zu uns: Praxisplatz für Lernende, Stundenkontingent für Organisationen
Lernende der IMS, die für das vierte Jahr einen Praxisplatz suchen, melden sich am besten direkt bei uns: In einem Gespräch zeigen wir, wie ein Jahr bei uns abläuft – in Ruhe und unverbindlich. Führen Sie eine Firma, eine Schule oder eine Institution und haben digitale Aufgaben liegen? Dann sichern Sie sich Ihr Stundenkontingent – feste Arbeitsstunden für Ihre Vorhaben. Und Ihr Beitrag trägt zugleich einen Praxisplatz mit, ohne den es keinen Abschluss gibt.
Persönliche Ansprechperson: Nataliya Fiechter, Geschäftsführerin Alpasana GmbH · Projektleitung ready4future · nataliya.fiechter@alpasana.ch · +41 (0)62 561 67 20
